Als 1. Vorsitzender des Bayer. Wald-Vereins Sektion Hauzenberg e.V., der sich laut Satzung als Heimatverein versteht, trage ich mit unserer Vorstandschaft und den zur Zeit etwa 240 Mitgliedern dazu bei:

- die Kenntnisse über den Bayer. Wald zu verbreiten und zu vertiefen, 

- den Bayer. Wald in seiner Schönheit und Ursprünglichkeit zu erhalten,

- das Interesse der Jugend am Bayer. Wald zu fördern,

- die Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden, Tourismusvereinen, sowie mit anderen Heimatvereinen (Trachtenvereinen etc.) zu pflegen.

 

Wir empfehlen zur heimatkundlichen Weiterbildung unser Vereinsheft "Der Bayerwald" das vierteljährlich erscheint.

Wir sind eine aktive, aber auch eine gemütliche Truppe - werden sie Mitglied - für nur 10.- € Beitrag pro Jahr - am besten mit der ganzen Familie (15.- €)

                                    Na ebbs hed I mit enk!

Viele Leute, die Bayerisch als ihre Muttersprache betrachten, und diese auch pflegen, haben bekanntermaßen eine Abneigung gegen das                           - "Tschüss" -.

Bisher meinte man, diese Aversion liege einfach darin begründet, dass es sich bei jenem Wort um einen "preußischen" Import handle, der von vornherein mit Vorsicht zu genießen sei. Es gibt aber noch einen anderen Grund dafür, warum uns jenes "Tschüss" so schwer über die Lippen geht, nämlich - weil es in der bayerischen Sprache kein "ü" gibt -.

Moment mal, könnte jetzt einer sagen, es gibt doch viele Wörter, die ein "ü" enthalten! - Richtig, man schreibt sie mit "ü", aber der Bayer spricht sie nicht mit "ü" sondern beispielsweise mit "i" wie etwa Schissl (Schüssel), Biffe (Büffel), Diftla (Tüftler), Gribbe (Krüppel), Strimpf (Strümpfe), Hittn (Hütte), Minga (München) und viele andere.

Oder das "ü" wird zu einem "ia" umgeformt: siaß (süß), miad (müde), gmiatle (gemütlich), Kiah (Kühe), Riassl (Rüssel), Fiaß (Füße), Hosndial (Hosenlatz), Schiazl (Schürze) und so weiter.

In einer Reihe von Wörtern verwandelt sich das "ü" in ein "u" oder eine Verbindung mit "u", z.B. Muggn (Mücke), Bruckn (Brücke), hupfa (hüpfen), dadrucka (erdrücken); Ruam (Rübe), bruatn (brüten); Gfuih (Gefühl), Muih (Mühle), abkuihn (abkühlen), auffuin (auffüllen).

In manchen Gegenden spricht man anstelle des "ui" auch ein "ej" oder "oi", statt Gfuih also Gfejh... In Einzelfällen taucht das "ü" sogar als "ea" auf, so etwa in grea (grün) und Bleamal (Blümchen).

Und dann gibt es noch zahlreiche Fälle, in denen man das deutsche Wort lieber gleich durch ein bairisches Wort ersetzt: küssen heißt bussln, pflücken = brocka, drüben = drent, Pfütze = Lacka, Rücken = Buckl, Lümmel = gscherter Lackl, Gülle = Odl, Küken =Biwal oder Singal, Hühnchen = Hendl und und und ... -

- nicht aber um ein "ü" zu sprechen und deswegen geht ihm auch das "Tschüss" so zögernd über die Lippen.

 Vielleicht sollte er deshalb in Anlehnung an die aufgeführten Beispiele statt "Tschüss" in Zukunft "Tschiss" sagen oder "Tschiass" oder Tschuass" oder gar "Tscheass".

Das beste Ersatzwort aber ist und bleibt: "Pfiat Di God", "Pfiat Di" oder einfach "Servus"!

 

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